Früchtefest

Alles, was Feld, Flur und Wald zu bieten haben


  • Schwarzer Rettich ist wie sein weißer Verwandter ein würziger Appetitanreger, aber etwas schärfer und wird gerne blättrig gehobelt mit Salz als Knabbergemüse verzehrt.

    Der schwarze Rettich passt roh nicht nur besonders gut fein gehobelt mit einem cremigen Dressing als Salat zum Schweinebraten oder in dünne Scheiben geschnitten und mit Salz bestreut zu einer deftigen Brotzeit, auch gekocht bzw. leicht karamelisiert schmeckt er in Pfannengerichten, Suppen – ganz besonders Erdäpfelsuppen -, asiatischen Gerichten und Wok-Gerichten köstlich! Das würzig-scharfe Gemüse ist auch ein guter Begleiter zu Fisch und Fleisch.

    In der kalten Jahreszeit schmeckt Rettich aber auch mit Karotten in Butter gedünstet sehr gut. Vielleicht noch mit etwas Essig ablöschen, Frischkäse unterrühren, mit Salz & Pfeffer würzen und mit Parmesan servieren. Dazu passt Reis.

    Durch das Bestreuen mit Salz, das Einlegen in Wasser oder Essig reduziert sich die typische Schärfe.

    In der kalten Jahreszeit, wo wir alle für Erkältungen und Grippe anfälliger sind als sonst, kannst du auch gerne einen natürlichen, sehr effektiven Rettich-Hustensaft daraus machen:

    Dafür einfach oben die Kappe der Knolle wegschneiden, das Innere so weit aushöhlen, dass noch etwa 1 cm Fruchtfleisch am Rand übrig bleibt. Anschließend unten – am Besten mit einer kleineren Stricknadel – einige feine Löcher in den Boden stechen. Danach den Rettich auf ein Glas setzen, das beim Aushöhlen entfernte Fruchtfleisch mit Kandiszucker und Honig vermischt wieder einfüllen. Den Deckel wieder aufsetzen und die Rettichknolle etwa 10 – 12 Stunden lang so auf ein Glas platzieren, dass der Honig durch den Rettich langsam in das Glas tropft. Der Zucker im Honig löst die heilkräftigen Stoffe des Rettichs. Schon ist er Rettich-Hustensaft fertig! Die heilenden Kräfte verdankt der schwarze Rettich einer Vielzahl unterschiedlicher schwefelhaltiger Senföle.

    Im Frischesack hält sich schwarzer Rettich im Gemüsefach des Kühlschranks mehrere Wochen
    problemlos frisch

    Für 4 Personen

    • 250 g Schwarzer Rettich
    • 250 g Karotten
    • 1-2 EL Frischkäse
    • Olivenöl, Essig, Salz
    • Rettich und Karotten schälen, fein reiben, leicht salzen und für 15 Minuten ziehen lassen.
    • Frischkäse unterrühren.
    • Mit Salz, Essig und Olivenöl abschmecken.

    Für 4 Personen

    • 1 Schwarzer Rettich
    • 1 kleine Zwiebel
    • 2 EL Tomatenmark
    • 1 EL Öl
    • Salz, Pfeffer
    • Rettich gut waschen, bürsten und mitsamt der Schale grob reiben.
    • Zwiebel fein hacken.
    • Alle Zutaten vermischen und über Nacht ziehen lassen.
    • Schmeckt am besten mit Schwarzbrot!

    Für 4 Personen

    • 2 Schwarze Rettiche
    • 2 Zitronen
    • 4 TL Walnüsse
    • 2 EL groben Senf
    • 4 EL Olivenöl
    • Salz, Pfeffer
    • Petersilie nach Geschmack
    • Rettich gut waschen, bürsten, in feine Scheiben hobeln und auf einer Platte anrichten.
    • Für das Dressing Zitronen auspressen, mit Olivenöl und Senf vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
    • Dressing über den Rettich gießen und mit kleingehackten Walnüssen und gehackter Petersilie verfeinern.

  • Dieser besondere Salat stammt ursprünglich aus dem Tessin und Südfrankreich – ist aber längst auch ein waschechter Österreicher. Er ist ein echter Wintersalat, da er Fröste gut übersteht und außerdem sehr gut lagerfähig ist. Er sorgt damit für frischen Salat im Winter und dafür, dass umwelt- und ernährungsbewusste Konsument*innen so manchem spanischen Glashaus das Licht ausknipsen können.

    Sein Name täuscht, denn süß schmeckt er ganz und gar nicht. Er ist eng mit Endiviensalat verwandt und enthält als Zichoriengewächs genau wie dieser Bitterstoffe. Daher zählt er zu den so genannten Bittersalaten. Die Geschmacksqualität „bitter“ ist den meisten Gaumen zwar ungewohnt, aber sehr gesund. So fördert der Zuckerhut die Verdauung und strafft das Gewebe und bringt mit seiner bitter-nussigen Note Abwechslung in die Salatschüssel. Gut harmoniert die bittere Note mit einigen Obstsorten wie Orangen, Bananen oder Äpfeln.

    Zuckerhut ist vielseitig in der Küche. Zuckerhut wird wie Chinakohl quer in feine Streifen geschnitten und verträgt eine sehr deftige, süßsaure Marinade, am besten eine Mischung aus Apfelessig mit viel Knoblauch, Senf, Kräuter, Salz, Honig oder Zucker und Kürbiskernöl.

    Unser FRÜCHTEFEST Zubereitungstipp für diese wertvolle Salatspezialität: Durch einen Löffel Honig in der Salatmarinade lässt sich auch der bittere Geschmack etwas mildern und der Zuckerhut erhält eine neue, spannende Geschmacksnote! Auch schmeckt der Salat weniger bitter, wenn Sie ihn salzen, etwas in lauwarmen Wasser stehen lassen und anschließend mit kaltem Wasser abspülen und mit lauwarmen gekochten Erdäpfelwürfeln ist dieser Salat eine wahre Gaumenfreude!

    Auch zum Füllen, Gratinieren und Kochen eignen sich die Blätter hervorragend.

    Viele köstliche Rezepte zu Wintersalaten findest du übrigens im schon etwas älteren Buch „Herbst & Wintergemüse“ von Anne Rogge, erschienen im Kosmos Verlag.


    Haltbar ist der Salat im Frischesack im Gemüsefach des Kühlschranks mehrere Wochen.

    Die Nährwerttabelle findet ihr hier: https://www.gesundheit.gv.at/leben/ernaehrung/saisonkalender/alle/zuckerhut.html

    Für 4 Personen

    • 1 Stück Zuckerhut
    • 2 Stück Orangen
    • 2 EL Zucker
    • Olivenöl
    • Salz, Pfeffer
    • Die Zuckerhutblätter im Ganzen vom Strunk lösen und kurz in lauwarmes Wasser legen. Anschließend mit einem Küchentuch gut abtrocknen.
    • Die Orangen schälen und die weiße Außenhaut komplett entfernen. Dann die Filets herauslösen und in kleine Stücke schneiden. Die übriggebliebenen Teile auspressen.
    • Ca. 3 EL Olivenöl in der Pfanne erhitzen und den Zuckerhut kurz darin anbraten. Den Zucker hinzufügen und den Salat ca. 5 Minuten lang glacieren.
    • Den Salat mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Orangenstücke sowie den ausgepressten Orangensaft hinzufügen.

    Für 4 Personen

    • 1 Stück Zuckerhut
    • 300 g Erdäpfel
    • 100 g Speck
    • 1 große Zwiebel
    • 200 ml Weißwein
    • Apfelessig
    • Saft einer Zitrone
    • 1 TL süßer Senf.
    • Salz, Pfeffer
    • Olivenöl
    • Zuckerhut in lauwarmen Wasser waschen und in Streifen schneiden. Erdäpfel und Zwiebel waschen und in Würfel schneiden. Speck ebenso würfeln.
    • Zwiebel und Speck in Olivenöl anbraten, Erdäpfel hinzugeben und mitrösten.
    • Mit Weißwein ablöschen und ca. 15 Minuten dünsten lassen. Danach etwas abkühlen lassen und den Zuckerhut hinzufügen.
    • Eine Marinade aus Essig, Zitronensaft, Senf, Salz und Pfeffer herstellen und hinzufügen. Noch lauwarm servieren.

    Für 4 Personen

    • 1 Stück Zuckerhut
    • 2 Äpfel
    • 50 g Kürbiskerne
    • 50 ml Kürbiskernöl
    • Saft von einer halben Zitrone
    • 1 EL Apfelessig
    • 1 TL Ahornsirup
    • Salz, Pfeffer
    • Äpfel waschen, klein würfeln und in eine Schüssel geben.
    • Zuckerhut in lauwarmen Wasser waschen, in kleine Streifen schneiden und zu den Äpfeln geben.
    • Eine Marinade aus Kürbiskernöl, Zitronensaft, Essig, Ahornsirup, Salz und Pfeffer zubereiten und hinzufügen.
    • Mit Kürbiskernen bestreuen.

    Wir von FRÜCHTEFEST wünschen Guten Appetit und Gutes Gelingen!

  • Photo by mali maeder on Pexels.com

    Wissenswertes über Pastinaken


    100 g Pastinaken enthalten:

    Energie59 kcal% des TagesbedarfsWofür sind Pastinaken gut?
    Fett0,4 g
    Pastinaken sind von Natur aus fettarm.
    Kalium523 mg26 %Kalium ist für die Aktivierung zahlreicher Enzyme notwendig. Kalium trägt zu einer normalen Muskel- und Nervenfunktion sowie zur Aufrechterhaltung des normalen Blutdrucks bei. Eine reichliche Zufuhr an Kalium wirkt blutdrucksenkend.
    Folsäure59 μg29,5 %Folsäure ist für die Teilung und Neubildung von Zellen unerlässlich. Sie kann gemeinsam mit den Vitaminen B6 und B12 Arteriosklerose vorbeugen. Und sie trägt zur normalen Funktion des Immunsystems sowie der psychischen Funktionen bei.
    Vitamin C18 mg22,5 %Vitamin C leistet einen Beitrag zur Funktion des Immunsystems. Vitamin C schützt die Zellen vor schädlichen Radikalen. Eine gute Vitamin-C-Versorgung unterstützt die Wundheilung. Es trägt außerdem zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur Verringerung von Müdigkeit bei.

    Quellen: Nährstoffgehalte: www.gesundheit.gv.at, Tagesbedarf: RDA nach Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, gesundheitsbezogene Angaben: EU-VO 432/2012

    Ätherische Öle diese sind ähnlich dem Kümmelöl und können Verdauungsbeschwerden und Blähungen lindern.

    Pektine können zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen.

    Sie ist reich an Kohlenhydraten und übertrifft diesbezüglich sogar die Karotte.


    Wie bereite ich Pastinaken zu?

    Um dir die Suche nach Rezepten leichter zu machen, findest du anbei ein paar einfache Rezepte.

    Pastinaken sind sehr vielseitung und ein beliebtes Gemüse für Suppen, Aufläufe und Eintöpfe und schmecken auch gebraten oder gedünstet als Hauptspeise. Als Beilage zu Fleischgerichten und als Püree sind sie wegen ihres intensiv-würzigen Geschmacks bei Groß & Klein sehr beliebt. Gerne kombiniert werden Pastinaken auch mit anderen Gemüsesorten und Erdäpfeln. Geriebene Pastinaken werden wie Sellerie oder Karotten zu Salaten zubereitet. Auch in Süßspeisen kannst du das geschmackvolle Wurzelgemüse probieren, in Kuchen macht es sich gut. Aufgrund der leichten Verdaulichkeit eignen es sich besonders gut für selbstgemachten Baby-Brei.

    Rezept: Pastinakenpüree

    Für 4 Personen

    • 1 kg Pastinaken
    • 80 g Butter
    • 100 g Saurerahm
    • Salz, Pfeffer
    • Die Pastinaken schälen, würfelig schneiden und in Salzwasser weich kochen.
    • Die Pastinaken abseihen und wieder in den Topf zurückgeben. Butter und Sauerrahm hinzugeben. Gut pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Für 4 Personen

    • 1 kg Pastinaken
    • 1 kleine Zwiebel
    • 250 ml Weißwein
    • 750 ml Gemüsesuppe
    • 200 ml Schlagobers
    • Butter
    • Salz, Pfeffer, Muskatnuss
    • Die Pastinaken waschen, schälen und klein schneiden. Die Zwiebel schneiden und in 2 EL Butter leicht andünsten. Die Pastinaken dazugeben und mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen.
    • Etwas einkochen lassen, die Suppe dazugeben und salzen. Kochen bis die Pastinaken weich sind. Das Obers dazu gießen und aufkochen. Mit dem Stabmixer pürieren und dann nochmals aufkochen lassen.
    • Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Fertig!

    Für 4 Personen

    • 3 Pastinaken
    • 3 Karotten
    • 2 Äpfel
    • Schlagobers nach Belieben
    • Etwas Orangensaft
    • Pastinaken und Karotten waschen, schälen und fein raspeln.
    • Äpfel waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und ebenfalls fein reiben. Mit dem Gemüse vermischen.
    • Mit Obers und Orangensaft abschmecken.

    Wir von FRÜCHTEFEST wünschen dir Gutes Gelingen und Guten Appetit!

  • Hier dreht sich alles um die Schätze, die direkt vor unserer Haustür wachsen – im Garten, auf dem Feld, im Wald und sogar am Wegesrand. Viele dieser Pflanzen, Kräuter und Früchte sind Teil unserer Kulturgeschichte, wurden aber im Laufe der Zeit fast vergessen.

    Mit diesem Blog möchte ich sie wieder ins Bewusstsein rücken: alte Sorten, wilde Aromen und traditionelle Lebensmittel, die zeigen, wie vielfältig unsere heimische Natur ist. Ob essbare Wildpflanzen, alte Gemüsesorten oder regionale Spezialitäten – hier findest du Informationen, Rezepte und Anregungen, die Lust machen, Neues zu entdecken und Altbewährtes neu zu schätzen.

    Also: Raus in die Natur, rein in den Genuss – und herzlich willkommen auf meiner Reise durch die heimische Geschmacksvielfalt! 🌾🍎🌰